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Berechnungsarten

Diese Seite erklärt die Berechnungslogik hinter Sollzeiten, Ferienanspruch und Feiertagsreduktionen.

Die tägliche Sollzeit hängt vom Vertrag ab:

  • Vollzeit: Stunden/Woche ÷ Arbeitstage/Woche
  • Teilzeit: (Stunden/Woche × Pensum%) ÷ geplante Arbeitstage/Woche

Wichtig: Die Sollzeit ist nicht «Gesamtstunden ÷ 5 Tage», sondern wird auf Basis der tatsächlich geplanten Wochentage berechnet. Eine Person mit 80 % auf 4 Tage hat andere Tages-Sollzeiten als eine Person mit 80 % auf 5 Tage.

Es besteht die Möglichkeit, dass sich das Arbeitspensum, also die täglichen Sollzeiten, nicht gleichmässig auf die gewählten Halbtage auf dem Vertrag im Wochenpan aufteilen. Da Timesia mit ganzen Minuten rechnet, wird dann jeder Halbtag um die entsprechenden Sekunden abgerundet. Die abgerundeten Sekunden werden summiert und dem letzten geplanten Halbtag der Woche hinzugefügt.

Folgend ein Beispiel zur Veranschaulichung:

Die mathematische Herleitung

  • Als Basis dient ein 40%-Pensum einer 42-Stunden-Woche.
  • Dies ergibt ein wöchentliches Total von exakt 16:48 Stunden.
Beispiel zur Rundung der täglichen Sollzeit bei einem 40%-Pensum einer 42-Stunden-Woche

Abbildung 1: Rundung der täglichen Sollzeit bei einem 40%-Pensum einer 42-Stunden-Woche

Wird diese Zeit auf fünf Arbeitstage verteilt, resultiert daraus ein rechnerischer Wert von 3 Stunden und 21,6 Minuten pro Tag. Da im System keine Sekunden oder Dezimalminuten geführt werden, erfolgt die Verrechnung nach folgender Logik:

  • Von Montag bis Donnerstag werden jeweils 03:21 Stunden als Sollzeit hinterlegt.
  • Die dabei entstehenden Rundungsdifferenzen (0,6 Minuten bzw. 36 Sekunden pro Tag) werden über die Woche aufsummiert.
  • Am Freitag wird dieser gesammelte Rest von 3 Minuten (36 Sekunden mal 5 Tage) automatisch addiert, woraus sich die angezeigte Sollzeit von 03:24 Stunden ergibt.
  • Durch dieses Verfahren wird sichergestellt, dass die Summe der Einzeltage am Ende der Woche exakt dem vertraglich vereinbarten Total von 16:48 Stunden entspricht.

Handhabung bei Ferienbezug

Wird für einen Freitag ein ganzer Ferientag eingetragen, erkennt das System die hinterlegte Sollzeit von 03:24 Stunden und schreibt diesen Wert auch für den Urlaubstag gut. Somit entstehen durch den Ferienbezug am Freitag keine Differenzen im Zeitkonto.

Tritt eine Person nicht per 1. Januar ein, wird der Ferienanspruch anteilig berechnet:

Formel: Ferientage/Jahr × (Arbeitstage ab Eintritt ÷ Arbeitstage im Jahr)

Beispiel: Eintritt am 17. September, 5-Tage-Woche, 25 Ferientage/Jahr:

  • Arbeitstage ab 17.9. bis 31.12. ≈ 75 Tage
  • Arbeitstage im Jahr ≈ 260 Tage
  • Ferienanspruch ≈ 7.5 Tage (≈ 63 Stunden bei 8.4 h/Tag)

Es gibt zwei Berechnungsmethoden, die unter Einstellungen → Feiertage festgelegt werden:

Die Sollzeit wird nur reduziert, wenn der Feiertag auf einen geplanten Arbeitstag der Person fällt.

  • Person arbeitet montags nicht → Montags-Feiertag hat keine Auswirkung
  • Person arbeitet freitags → Freitags-Feiertag reduziert die Sollzeit

Jede Person erhält für jeden Feiertag eine Sollzeitreduktion entsprechend ihrem Beschäftigungsgrad, unabhängig vom Wochenplan.

Formel: Feiertagsstunden × Beschäftigungsgrad

Beispiel: Person mit 60 % Pensum, Feiertag mit 8 h:

  • Reduktion: 8 h × 0.6 = 4.8 h
EffektivPro-Rata
Berücksichtigt Wochenplan?
Gleich für alle Pensen?
Geeignet für…IndividualpläneEinheitliche Behandlung aller Pensen

Das Gleitzeitguthaben berechnet sich als:

Kumulierte Ist-Stunden − Kumulierte Soll-Stunden

Ein positiver Saldo bedeutet Überzeit, ein negativer Saldo bedeutet Minusstunden.